XII. Lange Nacht des lateinamerikanischen Films
Wichtige Details
Datum / Dauer: Samstag, 27.11.2010
- Durchführung
- In Präsenz
- Veranstaltungsort
- Otto-Braun-Saal
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Drei außerordentliche Werke werden in dieser XII. Langen Nacht des lateinamerikanischen Films vorgestellt: Revolución, die Kollektivarbeit von zehn mexikanischen Regisseurinnen und Regisseuren, die aus kritischer Distanz die nunmehr 100-jährige Revolution beurteilen; Moloch Tropical, eine Politfarce, in der Raoul Peck die politischen Verhältnisse Haitis darstellt; und Hotel Atlântico, ein irritierendes Roadmovie der großen brasilianischen Regisseurin Suzana Amaral.
Zwischen den einzelnen Filmen laufen kinematografische Kostbarkeiten aus Argentinien: vor kurzem restaurierte Noticieros aus der Stummfilmzeit.
Moderation: Peter B. Schumann.
18.00 Uhr, Hotel Atlântico
Regie: Suzana Amaral, Brasilien 2009, OmU engl., 107 Min.
Ein arbeitsloser Schauspieler zieht planlos über Land. Er setzt sich dem Zufall des Lebens aus. Unerwartete Ereignisse und bizarre Begegnungen geschehen, die sich normaler Logik entziehen. Alles scheint zu Ende und geht doch weiter. Ein ewiger Kreislauf. Die große brasilianische Regisseurin Suzana Amaral hat einen Film voller befremdlicher Momente in atmosphärisch dichten Bildern gestaltet.
20.30 Uhr, Moloch Tropical
Regie: Raoul Peck, Haiti/Frankreich 2009, OmU dt., 107 Min.
In seiner Bergfestung bereitet sich der demokratisch gewählte Präsident auf einen Staatsakt vor. Doch als das Ereignis eintritt, befindet sich sein Land im Aufruhr. Raoul Peck, Haitis bedeutendster Filmregisseur, hat – vor der Tragödie des Erdbebens – aus dieser Geschichte eines lächerlichen Politikers die ins Absurde kippende Fabel über die politischen Verhältnisse seines Landes gemacht.
23.00 Uhr, Revolución
Regie: Rodrigo Plá, Amat Escalante, Carlos Reygadas, Mariana Chenillo, Patricia Riggen, Gael García Bernal, Diego Luna, Gerardo Naranjo, Rodrigo García, Fernando Eimbcke, Mexiko 2010, OmU engl., 105 Min.
Zehn Regisseure haben sich hier vereint, um sich aus ihrer ganz persönlichen Sicht mit der Mexikanischen Revolution auseinanderzusetzen, die in diesem Jahr ihr Centenario feiert. Das Ergebnis dieser zehn Kurzfilme ist ein Gegenbild zu den offiziellen Beschwörungen: ein Resümee voller Skepsis und Trauer, ein Abgesang auf die revolutionären Ideale, die keiner in der Gegenwart finden konnte.