Ibero-Amerikanisches Institut
Preussischer Kulturbesitz


Textilmaschine historische Aufnahme




Dr. Iken Paap

Dr. Iken Paap

Altamerikanistik

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Auswahl

1. Forschungsschwerpunkte

  • Siedlungsarchäologie
  • Keramik
  • Mexiko
  • Andenraum

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2. Laufende Projekte

Forschungsprojekte

Santa Rosa Xtampak: Chronologie und Vernetzung eines überregionalen Zentrums der klassischen Maya

Santa Rosa Xtampak (SRX, Mpo. Hopelchén, Campeche, México) gilt neben Edzná als be­deutendstes Zentrum der klassischen Maya auf der zentralen Halbinsel Yucatán – eine Einschätzung, die bisher ausschließlich auf Untersuchungen der monumentalen Architektur im Zentrum der Siedlung beruht. Der seit der Präklassik besiedelte Ort erlangte in der Spät- und Endklassik (ca. 700-1000 n. Chr.) überregionale Bedeutung. Seit dem 19. Jh. ist Santa Rosa Xtampak Gegenstand zahlreicher Studien zur Architektur und Epigraphie. Einige der im Zentrum des Fundortes erhaltenen Gebäude wurden seit den 1980er Jahren konsolidiert und restauriert. Für ein Verständnis des wirtschaftlichen und soziopolitischen Gefüges der Klassik Yucatáns hat Santa Rosa Xtampak eine Schlüsselrolle inne, ist allerdings bis heute kaum archäologisch im Rahmen von Grabungen erforscht worden. Als Grundlage für zukünftige Forschungen soll mittels systematischer Grabungs­schnitte in ausgewählten repräsentativen Bereichen der Siedlung eine erste stratigraphisch fundierte Chronologie erstellt werden, die u.a. an die Keramiksequenzen aus anderen Fundstätten in der Region angebunden werden kann. Das Projekt ist unmittelbar mit den Beständen des Ibero-Amerikanischen Instituts verknüpft, das mit den Nachlässen Teobert Malers und Eduard Selers zwei bis heute relevante Quellen zur Geschichte der Archäologie Mexikos und Santa Rosa Xtampaks bewahrt und zugänglich macht. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Centro INAH Campeche durchgeführt. Co-Direktor: Antonio Benavides Castillo. Förderer: BKM - Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Laufzeit: 2020-2022. Weitere Informationen: https://arqueologiai.de/srx/. Siehe auch Laufende Drittmittelprojekte des IAI.

Kolonialzeitliche Sprachmaterialien aus dem Hochland von Guatemala im Bestand des IAI

Umfangreiche Materialien zu mesoamerikanischen Sprachen gelangten vor allem durch Walter Lehmann (1878-1939) und Eduard Seler (1849-1922) in das Ibero-Amerikanische Institut nach Berlin. Darunter befinden sich verschiedene bislang unedierte kolonialzeitliche Wörterbücher und doktrinale Texte in Original-Manuskripten oder unikalen Abschriften von Manuskripten. Dieses Projekt will die Wörterbücher und Texte des IAI zu den kolonialzeitlichen indigenen Sprachen des Hochlands von Guatemala K’iche’ und Kaqchikel schrittweise aufarbeiten. Es ist Teil eines größer angelegten Projekts zur Lexikographie dieser Sprachen von Frauke Sachse (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) und Michael Dürr (Freie Universität Berlin), die über diese Sprachen arbeiten. Die lexikographische Arbeit ist in das Forschungsfeld der Missionarslinguistik eingebettet und will einen Beitrag zum besseren Verständnis der Prozesse der kolonialen Wissensproduktion und des Transfers kultureller Konzepte durch missionarische Sprachplanung leisten. Die Dokumente werden zunächst digitalisiert und in einem zweiten Schritt in philologisch sorgfältigen Editionen in Buch- oder Artikelform der Forschung zugänglich gemacht. Laufzeit: 2015-2018

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3. Publikationen

Monographien und Editionen

Artikel und Buchbeiträge

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4. Gutachten

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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5. Lebenslauf

seit Dezember 2010

Wissenschaftliche Angestellte im Referat Forschung und Publikationen des Ibero-Amerikanischen Instituts.Schriftleiterin der Zeitschrift INDIANA

2009-2010

Grabungsleitung: Archäologisches Projekt Uxul,Abt. für Altamerikanistik, Institut VII, Universität Bonn

2007-2008

Fortbildungsstipendium des Deutschen Archäologischen Instituts (Forschungscluster 1)

2001-2007

Wiss. Mitarbeit, Grabungsleitung: Archäologisches Projekt Xkipché,Institut für Altamerikanistik und Ethnologie, Universität Bonn

2001

Promotion, Universität Bonn.Dissertation: "Die Keramik von Khyinga, Mustang District, Nepal“

1991-2001

Schnittleitung, Keramikassistenz, stellv. Grabungsleitung: Nepal-German Project on High Mountain Archaeology, DAI-KAVA, Bonn

1994

Wiss. Mitarbeit, Schnittleitung: Archäologisches Projekt Xkipché,Institut für Altamerikanistik und Ethnologie, Universität Bonn

1993

Magisterprüfung, Universität Bonn.Magisterarbeit: "Methodenkritik des Virú Valley Projects"

1985-1993

Studium an den Universitäten Wien und Bonn (Ethnologie/ Altamerikanistik, Vor- und Frühgeschichte, Romanistik)



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