Afrika in der Karibik. Bikontinentale kulturelle Identität in kubanischer Lyrik und Musik
Wichtige Details
Datum / Dauer: Montag, 05.10.2009
- Sprache
- Deutsch
- Durchführung
- In Präsenz
- Veranstaltungsort
- Simón-Bolívar-Saal
In Kooperation mit:
Die lateinamerikanische Literatur wurde bereits in den frühen 1930er Jahren, also noch vor Pablo Neruda und dem großen Boom, durch die afrokaribische Poesie weltweit wahrgenommen. Ihre Hauptvertreter waren Nicolás Guillén (1902-1989), Emilio Ballagas (1908-1954) und Alejo Carpentier (1904-1980). Ihr Medium war die afrokubanische Musikfolklore, mit der Sänger und Rezitatoren in New York und Paris Furore machten. Hämmernde Rhythmik, provokante Sexualität und Rückgriffe auf Afro-Mythologie waren ihr Markenzeichen. Die durch Strawinski und Schönberg geschulten Komponisten Alejandro Caturla (1906-1940) und Amadeo Roldán (1900-1039) vertonten Werke Guilléns.
Prof. em. Dr. Hans-Otto Dill (HU Berlin) stellt anhand von Texten und Kompositionen ihren Aufstieg dar. Musikalische Beiträge: Gerta Stecher