Seit 2017 ist das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) zusammen mit der Freien Universität Berlin, der Universität zu Köln und Kooperationspartnern in Brasilien, Argentinien und Mexiko am Maria Sibylla Merian Centre „Conviviality – Inequality in Latin America“ (MECILA (externer Link, öffnet neues Fenster)) beteiligt und dort für das Teilprojekt: „Medialities of Conviviality and Information Infrastructure“ zuständig.
Das Verbundprojekt mit Hauptsitz in Sao Paulo (Brasilien) wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR (externer Link, öffnet neues Fenster)) gefördert. Nach der Vorphase (2017-2020) und der Hauptphase (2020-2026), die am 31.3.26 endet, ist nun die Schlussphase vom 1.4.26 – 31.3.29 von MECILA vom BMFTR bewilligt worden.
Internationale Forschungsverbünde als gemeinsame Lernräume und Labore der Innovation
Gemeinsam forschen bietet Möglichkeiten zum Perspektivenwechsel und schafft starke Netzwerke. Im Fokus des internationalen Forschungskollegs MECILA steht das Zusammenleben in diversen und ungleichen Gesellschaften.
Das IAI-Teilprojekt „Medialities of Conviviality and Information Infrastructure“ analysiert durch die Linse der Ungleichheit und Differenz, Prozesse der Ko-Produktion, Zirkulation und Aneignung von Wissen, Imaginären und Repräsentationen. Dies schließt Bewegungen von Personen, Ideen, Werten und Objekte ein. Die digitale Transformation prägt die Wissenszirkulation in convivial-Kontexte auf eine Weise, indem sie Ungleichheiten verringert, aber neue Ungleichheiten erzeugt. Auch die Rolle der neuen Medien wird untersucht.
Informationsinfrastrukturen vernetzen
Das IAI mit einer der weltweit größten Forschungsbibliotheken zu Lateinamerika, der Karibik, Spanien und Portugal koordiniert u.a. die Vernetzung der Informationsinfrastrukturen, die eine wichtige Rolle für die Bewahrung und Vermittlung von Wissen spielt. In diesem Zusammenhang wird der Elektronische Lesesaal weiter ausgebaut. Das Projekt spielt eine wichtige Rolle in der fortwährenden Internationalisierung der Bibliothek des IAI.
Wissenszirkulation und internationaler Austausch
Das MECILA Annual Meeting and Young Researcher Forum , Thematic Workshops und ein geplantes Symposium zu Sammlungsinstitutionen dienen der Diskussion und Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse innerhalb der Fach-Communities. Die vom IAI und Mecila veranstaltete Vortragsreihe Diversity/Medialities lädt gleichzeitig ein breiteres Publikum zum Austausch mit Stimmen aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft in Lateinamerika ein.
Perspektivenwechsel und starke Netzwerke
In die Leitung und Koordination von MECILA als transnationalem Forschungsnetzwerk sind alle kooperierenden Institutionen eingebunden. Noch bis Ende März 2026 ist der stellvertretende Bibliotheksdirektor des IAI, Christoph Müller am Hauptsitz von MECILA im São Paulo Hub als German Director in Presence. Die an MECILA beteiligten Institutionen sind die Freie Universität Berlin (externer Link, öffnet neues Fenster) (Gesamtkoordination), das IAI, die Universität zu Köln (externer Link, öffnet neues Fenster), die Universidade de São Paulo (externer Link, öffnet neues Fenster) (Brasilien), das Centro Brasileiro de Análise e Planejamento (externer Link, öffnet neues Fenster) (São Paulo, Brasilien), das Instituto de Investigaciones en Humanidades y Ciencias Sociales (externer Link, öffnet neues Fenster) (CONICET (externer Link, öffnet neues Fenster) / Universidad Nacional de La Plata (externer Link, öffnet neues Fenster), Argentinien) und El Colegio de México (externer Link, öffnet neues Fenster) (Mexiko-Stadt).
Voneinander lernen
Als Langzeitvorhaben, das Beiträge für gemeinsame Lösungsansätze zu globalen Fragestellungen im Blick hat, hat MECILA auch für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (externer Link, öffnet neues Fenster) (SPK), deren Teil das IAI ist, vielfache Wirkungen.