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Botschafterin Argentiniens zum Antrittsbesuch im IAI

Die Botschafterin von Argentinien, I.E. Betina Pasquali de Fonseca und Barbara Göbel, Direktorin des Ibero-Amerikanischen Instituts (IAI) kamen am 10. Dezember 2025 zu einem Austausch über die deutsch-argentinischen Beziehungen in Wissenschaft und Kultur und für einen Blick in die Sammlungen zusammen.

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Die neue Botschafterin der Argentinischen Republik (externer Link, öffnet neues Fenster), I.E. Betina Pasquali de Fonseca stattete in Begleitung von Agustina Lojoya Fracchia, Leiterin der Kulturabteilung am 10. Dezember 2025 dem Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen Besuch ab. Empfangen wurden sie von der Direktorin Barbara Göbel, dem Wissenschaftlichen Direktor Peter Birle und dem Direktor der Bibliothek des IAI Peter Altekrüger. Nach einer gemeinsamen Besichtigung ausgewählter Bestände zu Argentinien aus den Sammlungen des IAI, stieß die Literaturwissenschaftlerin Gloria Chicote (Conicet / Universidad Nacional de La Plata und Alumni der Alexander von Humboldt Stiftung), die anlässlich eines Workshops im IAI war, kurz zur Begrüßung dazu. Fokusthema des anschließenden Austauschs zwischen I.E. der Botschafterin Betina Pasquali de Fonseca und den Vertreter*innen des IAI war die wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Argentinien.

Die Schenkung des argentinischen Gelehrten Ernesto Quesada (1958-1934), der seine mehr als 82.000 Bände umfassende Privatbibliothek dem Preußischen Staat vermachte, war ein Grundstein für die Eröffnung des IAI als ein Ort der besonderen Verbindung von Bibliothek, Forschung und Kultur im Jahr 1930. Allein mehr als 140.000 der heute über 1,3 Mill. Bücher der Bibliothek des IAI haben einen Bezug zu Buenos Aires. In den Sondersammlungen des IAI kann ein Teil des Nachlasses des deutschen Anthropologen Robert Lehmann-Nitsche (1872-1938) eingesehen werden, der an der Universidad Nacional de La Plata und an der Universidad de Buenos Aires sowie im Museo General de La Plata tätig war. Dieser Nachlass umfasst u.a. seine sogenannte Biblioteca Criolla (externer Link, öffnet neues Fenster). Diese weist teils enge Bezüge zu historischen Kulturzeitschriften als besonderes Sammelgebiet des IAI auf. Auch aktuelle Comics und Fanzines aus Argentinien stellen einen Bestand dar, der in dieser Form selten ist. Gleichzeitig steht der Nachlass Lehmann-Nitsches, der u.a. auch Fotografien und Vokalbelhefte umfasst, für die Multimedialität, die die Sammlungen des IAI auszeichnet.

Das Publikationsprogramm des IAI umfasst eine Vielzahl von Bänden zu Argentinien, so etwa zur Erinnerungskultur zwischen Argentinien und Deutschland (BIA 195 (externer Link, öffnet neues Fenster)) Ein Thema der Forschung im IAI in Kooperation mit argentinischen Partnern ist Open Science. In dem DAAD (externer Link, öffnet neues Fenster)-geförderten Projekt Offene Wissenschaft in den Sozial- und Geisteswissenschaften in Argentinien und Deutschland: Chancen, Herausforderungen und Kontroversen (2025-2026) kooperieren das IAI, das Instituto de Ciencias Humanas y Ambientales (INCIHUSA) (externer Link, öffnet neues Fenster) und Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas (CONICET) (externer Link, öffnet neues Fenster), Mendoza, Argentinien. 

Zewi Personen betrachten Bestände des IAI
 I.E. Botschafterin Betina Pasquali de Fonseca, Barbara Göbel (IAI) © Ibero-Amerikanisches Institut
Detailansicht Buchcover
Bestände des IAI aus Argentinien © Ibero-Amerikanisches Institut
Vier Personen schauen in die Kamera
Peter Birle (IAI), I.E. Botschafterin Betina Pasquali de Fonseca, Barbara Göbel (IAI), Peter Altekrüger (IAI) undGloria Chicote (Conicet / Universidad Nacional de La Plata) © Ibero-Amerikanisches Institut