Das internationale Forschungskolleg Mecila (externer Link, öffnet neues Fenster) – Maria Sibylla Merian International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences Conviviality-Inequality in Latin America untersucht seit 2017 mit Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR (externer Link, öffnet neues Fenster)) frühere und gegenwärtige Formen des sozialen, politischen und kulturellen Zusammenlebens in Lateinamerika und der Karibik. In der Phase 2026-2029 (externer Link, öffnet neues Fenster) richtet Mecila ein besonderes Augenmerk auf neue Formen der Ungleichheit im Kontext der Digitalisierung sowie auf Beiträge aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die den Klimawandel als globale Herausforderung auch aus planetarer Perspektive betrachten.
Auf dem Programm des diesjährigen Annual Meeting (externer Link, öffnet neues Fenster)s standen unter anderem die Klimakrise, Herausforderungen der Migration, Möglichkeiten der transnationalen Zusammenarbeit und Fragen der Wissensproduktion. Die Principal Investigators des IAI lieferten mehrere Beiträge. Clara Ruvituso sprach über die globale Zirkulation dekolonialer Perspektiven, Peter Birle über hemisphärische Kooperation in Lateinamerika und Barbara Göbel über Wissensinfrastrukturen als Räume des Zusammenlebens, die von Differenzen und Ungleichheiten geprägt sind. Christoph Müller setzte sich in seinem Beitrag mit der Rolle von Bibliotheken für die Stärkung und den Schutz der Demokratie auseinander.
Gemeinsam mit dem Instituto de Investigaciones en Humanidades y Ciencias Sociales (externer Link, öffnet neues Fenster) (CONICET/Universidad Nacional de La Plata, Argentinien) koordiniert das IAI das Mecila-Teilprojekt „Medialities of Conviviality and Information Infrastructure“. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie Wissen und Repräsentationen produziert, verbreitet und angeeignet werden und welche Rolle Ungleichheiten dabei spielen. Das IAI ist zudem für die Informationsinfrastruktur von Mecila und die Vernetzung der beteiligten Bibliotheken zuständig.
Zum Mecila-Konsortium gehören neben dem IAI die Freie Universität Berlin (externer Link, öffnet neues Fenster), die Universität zu Köln (externer Link, öffnet neues Fenster), die Universidade de São Paulo (USP) (externer Link, öffnet neues Fenster), das Centro Brasileiro de Análise e Planejamento (Cebrap) (externer Link, öffnet neues Fenster), das Instituto de Investigaciones en Humanidades y Ciencias Sociales (externer Link, öffnet neues Fenster) und El Colegio de México (Colmex) (externer Link, öffnet neues Fenster). Im kommenden Jahr wird der Austausch in einem Thematic Workshop in La Plata (April 2027) und im Annual Meeting in São Paulo (September 2027) fortgesetzt, die federführend vom IAI mit den Kolleg:innen in La Plata bzw. São Paulo koordiniert werden. Im Zentrum des Austauschs wird dann das Thema „Digitale Ungleichheiten“ stehen.