Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) beteiligt sich mit einem Zyklus verschiedener Vorträge an der Veranstaltungsreihe „We the People – Programminitiative der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum 250. Unabhängigkeitstag der USA (externer Link, öffnet neues Fenster)“:
Geschichte der Beziehungen zwischen den USA und Lateinamerika
Mit der Unabhängigkeitserklärung der USA 1776 begann auch eine Geschichte der Beziehungen zwischen den USA und Lateinamerika, die nun ins 250. Jahr geht.
Thomas Fischer (externer Link, öffnet neues Fenster) (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (externer Link, öffnet neues Fenster)) widmet sich in seinem Vortrag am 16. Juli 2026 aus historischer Perspektive der – auf die Jahresansprache 1823 des damaligen Präsidenten James Monroe vor dem US-Kongress zurückgehenenden – Monroe-Doktrin und spannt einen Bogen bis ins letzte Jahrzehnt.
Daran anschließend interpretiert Wolfgang Muno (externer Link, öffnet neues Fenster) (Universität Rostock (externer Link, öffnet neues Fenster)) bei dem Termin der Reihe am 8. September 2026 die aktuelle US-Lateinamerikapolitik in einem historischen und theoretischen Kontext.
Migrationserfahrungen aus literarischer Perspektive
Die USA sind das Haupt-Einwanderungsland für Menschen aus Lateinamerika, dies schlägt sich auch in literarischen Verortungen nieder.
Anhand ausgewählter Texte aus dem 21. JahrhundertIn widmet sich Miriam Lay Brander (externer Link, öffnet neues Fenster)(Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (externer Link, öffnet neues Fenster)) in der Veranstaltung am 17. September 2026 literarischen Darstellungen von Migration durch in den USA lebende Autorinnen. Sie lenkt damit den Blick auf weibliche Migrationserfahrungen und geht insbesondere der Frage nach, welche Bezüge die Protagonist*innen dieser Erzählungen zu ihren Ankunftsorten herstellen.
Präsidentielle Regierungssysteme in Zeiten politischer Polarisierung
Vor dem Hintergrund einer Zeit, die von zunehmender Personalisierung von Wahlkämpfen und politischer Polarisierung geprägt ist, thematisiert Mariana Llanos (externer Link, öffnet neues Fenster) (German Institute for Global and Area Studies GIGA-ILAS (externer Link, öffnet neues Fenster)) in ihrem Vortrag am 22. Oktober 2026 die Vielfalt präsidentieller Regierungssysteme in Nord- und Südamerika aus historischer Perspektive. Auf dieser Basis analysiert sie Herausforderungen, vor denen Präsidialdemokratien aktuell stehen.
Demokratien in Amerika
Ausgehend von Tocquevilles klassischer Diagnose schaut Stefan Rinke (externer Link, öffnet neues Fenster) (Freie Universität Berlin (externer Link, öffnet neues Fenster)) in seinem Vortrag am 19. November 2026 auf die Demokratien Lateinamerikas und fragt, wie sich Demokratiegeschichte verändert, wenn Amerika nicht als US-amerikanischer Ausnahmefall, sondern als umkämpfter hemisphärischer Erfahrungsraum gelesen wird.
“Menschsein ist ein politischer Akt”
Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „We the People – Programminitiative der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum 250. Unabhängigkeitstag der USA (externer Link, öffnet neues Fenster)“ und in Kooperation mit dem Einstein Forum (externer Link, öffnet neues Fenster) sprach der Pulitzer-Preisträger und Yale-Historiker Greg Grandin (externer Link, öffnet neues Fenster) am 2. Juni 2026 im Ibero-Amerikanischen Institut über die Geschichte Nord- und Südamerikas und ihre tief miteinander verflochtenen Entwicklungen.
(Hier geht's zum Interview mit und Vortrag von Greg Grandin (Yale University)).