Über die Demokratien in Amerika, oder: Was Tocqueville nicht interessierte
Vortrag in der Vortragsreihe “250 Jahre Unabhängigkeit der USA: Hemisphärische Perspektiven” des Ibero-Amerikanischen Instituts im Rahmen von “We the People – Programminitiative der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum 250. Unabhängigkeitstag der USA”
Wichtige Details
Datum / Dauer: Donnerstag, 19.11.2026
- Uhrzeit
- 18:00 - 20:00
- Sprache
- Deutsch
- Durchführung
- In Präsenz
- Eintritt
- Eintritt frei
- Veranstaltungsort
- Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin
In seinem Vortrag nimmt Stefan Rinke (Freie Universität Berlin) den Plural im Titel ernst: „Demokratien in Amerika“ bezeichnet nicht nur die Vereinigten Staaten, die Tocqueville bekanntermaßen analysierte, sondern ein ganzes politisches Labor des 19. Jahrhunderts. Im Zentrum steht daher weniger die Frage, was Tocqueville über Gleichheit, Sitten und Institutionen sagte, als vielmehr, was er übersah oder ausblendete, nämlich die Demokratien Lateinamerikas. Es geht darum, deren Erfahrungen neu zu sehen und in die globale Geschichte der Demokratie und ihrer Grenzen einzuordnen. Dabei finden auch Faktoren wie die Gewalt der Sklaverei und der Siedlerkolonialität, indigene politische Ordnungen, die haitianische Revolution sowie die Grenzen politischer Teilhabe nach Geschlecht, Hautfarbe und Eigentum Beachtung.
Ausgehend von Tocquevilles klassischer Diagnose fragt der Vortrag, wie sich Demokratiegeschichte verändert, wenn Amerika nicht als US-amerikanischer Ausnahmefall, sondern als umkämpfter hemisphärischer Erfahrungsraum gelesen wird.
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Veranstaltungsort
Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin
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