Umbanda - Eine junge Religion aus Brasilien
Wichtige Details
Datum / Dauer: Freitag, 20.01.2006 - Samstag, 25.02.2006
- Durchführung
- In Präsenz
- Veranstaltungsort
- Lesesaal
Fotostudien und Gemälde von Inga Scharf da Silva
Die Umbanda ist eine brasilianische Religion, die Anfang des 20. Jahrhunderts in den städtischen Zentren im Südosten Brasiliens entstanden ist und indigene, europäische und afrikanische Elemente vereint. Das Wort Umbanda kommt aus der angolanischen Sprache Kimbundu und bezeichnet die traditionelle Medizin. In der brasilianischen Ausprägung hat sich der medizinische Aspekt verlagert: Geistwesen helfen Ratsuchenden, sich in der unübersichtlichen Welt der Großstadt zu orientieren. Heilung von Krankheiten und Problemlösungen emotionaler und sozialer Art sind zentrale Aufgabengebiete dieser magischen Form von Religion.
Die Ausstellung basiert auf Forschungsergebnissen der Berliner Ethnologin, Kunsthistorikerin und Künstlerin Inga Scharf da Silva, die an der Freien Universität und der Universität der Künste sowie an verschiedenen Universitäten in Brasilien studierte. Ihre religionsethnologische Magisterarbeit wurde 2004 im LIT-Verlag veröffentlicht. Die ausgestellten Fotografien, auf deren Vorlage später ihre Gemälde entstanden, hat sie während einer Feldforschung in einem Umbandomblé-terreiro in São Paulo angefertigt.
Im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 28.1.2006
Frau Scharf da Silva wird im Rahmen der Langen Nacht anwesend sein