Die Wahrnehmung Luthers in Spanien und der hispanischen Welt
500 Jahre Reformation
Wichtige Details
Datum / Dauer: Dienstag, 02.05.2017
- Sprache
- Deutsch
- Durchführung
- In Präsenz
- Veranstaltungsort
- Simón-Bolívar-Saal
In Kooperation mit:
In Spanien fand um 1500, also bereits vor Luther, eine Kirchenreform statt. Sie beinhaltete Reformen der Orden und der Theologie und zeichnete sich durch eine Hinwendung zur Bibel und zum inneren Beten aus. Luther wurde als ein Destabilisierungsfaktor in Kirche und Gesellschaft wahrgenommen, der mit allen Mitteln bekämpft werden musste, um in Spanien Unruhen wie in den deutschen Staaten zu vermeiden. Reformatorische Ideen gerieten in Misskredit.
Der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Mariano Delgado (Université de Fribourg, Schweiz) erörtert die Verfolgung Luthers durch die Inquisition und die scholastische Theologie. Am Beispiel der Mystikerin Teresa von Ávila legt er außerdem dar, was von Luther im Laufe der späteren Geschichte in der hispanischen Welt blieb. Dabei skizziert er das Lutherbild von Philosophen wie Balmes, Unamuno und Aranguren im 19. und 20. Jahrhundert.