Die NMUN – National Model United Nations – ist die weltweit größte Simulation einer Konferenz der Vereinten Nationen. Traditionell kommen jedes Jahr mehrere Tausend Studierende aus der ganzen Welt u.a. in New York zusammen. Jede Universität vertritt bei dieser Konferenz eines der 193 UN-Mitgliedsstaaten oder eine Nichtregierungsorganisation in den verschiedenen Komitees und versucht die Interessen des Landes bestmöglich zu repräsentieren und einzubringen. Hierbei gilt es, sich in das jeweilige Land hineinzudenken und so zu handeln, wie es die echten Delegierten auch tun würden. Bei dieser authentischen UN-Simulation lernen die Studierenden, die in einem zweiteiligen Auswahlverfahren ausgewählt wurden, das System der Vereinten Nationen kennen: In der Verhandlungssprache Englisch verbessern sie ihre Rhetorik, halten Reden und debattieren, lernen Kompromisse einzugehen und Konflikte zu lösen.
Bereits im letzten Jahr empfing das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) eine NMUN-Delegation der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (externer Link, öffnet neues Fenster), die den lateinamerikanischen Staat Uruguay vertrat. Höhepunkt 2026 ist die Teilnahme an einer internationalen Konferenz im London, bei der die interdisziplinäre Delegation dieses Jahr mehrere Länder vertreten wird. Im Rahmen einer vorbereitenden Study-Tour in Berlin kam die Gruppe auch im IAI zusammen und traf sich mit Patrick Rosenow von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN), der einen Überblick über die Arbeit und Ziele der DGVN gab. Zudem schilderte er seine persönliche Sicht auf die Vereinten Nationen und ordnete deren Rolle und Herausforderungen aus seiner beruflichen Erfahrung ein.