Im Mittelpunkt des Programms der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung e.V. (ADLAF) (externer Link, öffnet neues Fenster) standen aktuelle Auseinandersetzungen um Demokratie, politische Teilhabe und gesellschaftliche Konflikte in Lateinamerika sowie deren transregionale Verflechtungen. Fast 50 Referent*innen von deutschen und lateinamerikanischen Institutionen widmeten sich dem Tagungsthema aus unterschiedlichen disziplinären und thematischen Perspektiven. Insgesamt rund 200 Teilnehmende besuchten verschiedene der an drei Tagungstagen veranstalteten 12 Panels.
Die thematische Bandbreite reichte von indigenen Perspektiven, anti-demokratischen Akteuren und Fragen politischer Teilhabe über Literatur, Film und Kommunikation bis hin zu Wahlen, historischen und politischen Dimensionen sowie transnationalen und internationalen Perspektiven auf Demokratiekonflikte in Lateinamerika. Ein Panel zu den Richtlinien der deutschen Politik gegenüber Lateinamerika stieß auf besonderes Interesse. Zwei Vertreter des Auswärtigen Amtes (externer Link, öffnet neues Fenster) präsentierten Ideen für die zukünftige Politik und diskutierten diese mit den Teilnehmenden. Die ADLAF-Arbeitsgruppen (externer Link, öffnet neues Fenster) „Andenländer“ und „Brasilien im globalen Kontext“ trugen mit eigens gestalteten Panels zum wissenschaftlichen Programm der Tagung bei.
Im Rahmen der ADLAF-Tagung 2026 (externer Link, öffnet neues Fenster) fand am 18.6.2026 die diesjährige Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung e. V. statt. Im Mittelpunkt stand die Wahl des neuen ADLAF-Vorstands für die Amtsperiode 2026–2028. Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) wurde erneut mit dem Vorsitz der ADLAF betraut und wird weiterhin durch seine Direktorin Barbara Göbel vertreten.