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Veranstaltung

Grenzzeichen Macedonio - Macedonio Fernández als Vorläufer des Hypertextes?

Vorlesungsreihe "Kanonisches und nicht-kanonisches Wissen. Die babylonische Bibliothek lateinamerikanischen Schreibens"

 

Michael Rössner
Vortrag

Wichtige Details

Datum / Dauer: Donnerstag, 31.01.2013

Sprache
Deutsch
Durchführung
In Präsenz
Veranstaltungsort
Simón-Bolívar-Saal
 

Macedonio Fernández (1874 - 1952), von Borges "bis zum Plagiat imitiert", ist immer noch ein großer Unbekannter der lateinamerikanischen Literatur. Seine bisweilen als grotesk bezeichneten Texte verweigern sich immer wieder der üblichen literarischen Kommunikation. Sie wirken, wie Ricardo Piglia in La ciudad ausente (1992) demonstriert, fast wie Textgenerationsmaschinen, die nicht auf einen außerhalb ihrer selbst liegenden Sinn verweisen, sondern in "rhizomatischer" Weise relational zu wirken scheinen.

 

In seinem Vortrag geht Prof. Dr. Michael Rössner (Ludwig-Maximilians-Universität München) der Frage nach, ob man in dem argentinischen "Spätankömmling" unter den Avantgardisten einen Vorläufer des Hypertextes unserer Tage sehen kann.