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Veranstaltung

Die Solidaritätsorganisation der Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, 1966-2019

Ausstellung zur Geschichte und Plakatkunst der OSPAAAL (Organisation für die Solidarität der Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas)

Öffnungszeiten: Mo - Fr, 9:00 - 19:00 h / Sa: 9:00 - 13:00 

Ausstellung

Wichtige Details

Datum / Dauer: Mittwoch, 15.04.2026 - Samstag, 06.06.2026

Uhrzeit
Ganztägig
Sprache
Deutsch, Spanisch
Durchführung
In Präsenz
Zugänglichkeit
Eintritt frei
Veranstaltungsort
Lesesaal
Mo - Sa 9:00 - 19:00,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin

Die vom Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Ibero-Amerikanischen Institut entwickelte Ausstellung zeigt Plakatgrafiken und Veröffentlichungen aus dem post-revolutionären Kuba im Kalten Krieg und veranschaulicht historische Forschung zu ästhetischen Narrativen.

Entstanden sind die vorrangig aus den 1960er und frühen 1970er Jahren datierenden Plakate im Kontext der Kubanischen Revolution nach dem Sturz des Diktators Fulgencio Batista und im Auftrag der OSPAAAL (Organización de Solidaridad de los Pueblos de África, Asia y América Latina (Organisation für die Solidarität der Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas). Gegründet wurde die OSPAAAL im Zuge der Trikontinentalen Konferenz in der kubanischen Hauptstadt Havanna im Januar 1966, bei der über 600 Delegierte aus 82 lateinamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Ländern, darunter Staatsoberhäupter und Vertreter*innen revolutionärer Bewegungen zusammenkamen. Hauptbetätigungsfeld der von der Kommunistischen Partei Kubas finanzierten Organisation war die Produktion von Büchern, Filmen, Zeitschriften, Plakaten und weiteren Materialien mit dem erklärten Ziel, zur Schaffung eines globalen revolutionären Bewusstseins beizutragen. Die ausgestellten Plakate entstanden in den frühen Jahren als Beiwerk zu den beiden Hauptorganen der Bewegung, dem Bulletin Tricontinental (1966–1980) und der Zeitschrift Tricontinental (1967–1990/1995–2018). 

Künstlerisch entfernte sich die Grafik der OSPAAAL vom Paradigma des sozialistischen Realismus und griff avantgardistische Strömungen wie Pop Art, Op Art, Konzeptkunst oder Minimalismus auf. Politisch waren die Werke auf das Narrativ eines unvermeidbaren Sieges der Revolution in den Staaten der damals sogenannten „Dritten Welt“ ausgerichtet. Verteilt wurden die mehrsprachig und mit Sonderausgaben zu verschiedenen Staaten international ausgerichteten Publikationen größtenteils im Verborgenen. Während die OSPAAAL 2019 endgültig geschlossen wurde, wächst international das Interesse der Forschung an ihrem grafischen Erbe, das tief in der Geschichte des Kalten Krieges verankert ist.

Die Ausstellung setzt sich unter Berücksichtigung der Geschichte der OSPAAAL mit politischen und künstlerischen Dimensionen der kulturellen Produktion der Organisation auseinander. Gezeigt werden unter anderem Objekte aus der umfangreichen Zeitschriftensammlung des Ibero-Amerikanischen Instituts sowie Originalgrafiken aus der Sammlung Luigi Bardellotto.

Ausstellungskonzept: Ulrich Mücke und Natália Ayo Schmiedecke (Universität Hamburg), unterstützt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Verbundvorhabens “World Order Narratives of the Global South (externer Link, öffnet neues Fenster).

Ausstellung auf Spanisch und Deutsch
Ausstellungseröffnung auf Spanisch am 14.4.2026, 17:00
Öffnungszeiten: Mo - Fr, 9:00 - 19:00 h / Sa: 9:00 - 13:00

Plakatmotive der OSPAAAL 1968–1972 Alfredo Rostgaard (1972), Faustino Perez (1969), Daisy García (1968), Fotos: Lincoln Cushing/Docs Populi Archive

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Veranstaltungsort

Lesesaal
Mo - Sa 9:00 - 19:00,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin

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