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Veranstaltung

tage leben

Gespräch und Lesung mit der Autorin

Carla Bessa
Lesung, Gespräch

Wichtige Details

Datum / Dauer: Freitag, 12.06.2026

Uhrzeit
18:00 - 20:00
Sprache
Deutsch
Durchführung
In Präsenz
Eintritt
Eintritt frei
Veranstaltungsort
Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlim

Als am 12. Juni 2000 in Rio de Janeiro der vollbesetzte Linienbus 174 überfallen wird, steht die Welt still. Alle Augen sind auf die Geiselnahme gerichtet, brasilianische wie internationale Medien verfolgen das Geschehen. Am nächsten Tag, noch während die Hintergründe der Tat langsam Konturen annehmen und das Leben des in Polizeigewahrsam ermordeten Geiselnehmers durchleuchtet wird, nimmt unweit davon ein weiteres tragisches Verbrechen seinen Lauf. Zwei Männer entführen und ermorden einen Autohändler, ihr Opfer ist der Bruder der Autorin (Rio de Janeiro, 1967).  In ihrem Roman tage leben (2025) setzt sie die Ereignisse in Beziehung und  findet – nicht einen Sinn –  aber eine literarische Form für die Auseinandersetzung mit „zwei leben in zwei tagen“, die lange vor den Junitagen im Jahr 2000 begonnen haben und lange danach immer noch Einfluss nehmen auf dasjenige der Autorin.

Carla Bessa ist 1967 in Rio de Janeiro geboren und lebt seit 1991 als bilinguale Schriftstellerin und Übersetzerin ins Portugiesische (u. a. Ingeborg Bachmann, Max Frisch und Thomas Macho) zwischen Rio und Berlin. Ihr Erzählband Urubus, der im Transit Verlag auch auf Deutsch erschien, wurde 2020 mit dem Prêmio Jabuti (dem wichtigsten Literaturpreis in Brasilien)und dem Prêmio Literário Biblioteca Nacional ausgezeichnet. 

 

Porträtfoto Carla Bessa
Carla Bessa © Carmen Rodrigues

Veranstaltungsort

Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlim

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