Eu não sei viver sem palavras – Ohne Worte weiß ich nicht zu leben: Hommage zum 90. Geburtstag von Ignácio de Loyola Brandão
Wichtige Details
Datum / Dauer: Dienstag, 03.11.2026
- Uhrzeit
- 18:00 - 20:00
- Sprache
- Deutsch, Portugiesisch, Englisch
- Durchführung
- In Präsenz
- Eintritt
- Eintritt frei
- Veranstaltungsort
- Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin
Ignácio de Loyola Brandão, geboren 1936 in Araraquara, São Paulo, ist Journalist, Autor, Mitglied der Academia Brasileira de Letras und war von 1982 bis 1983 Stipendiat des DAAD-Künstlerprogramms in Berlin. In dieser Zeit verfasste er eine Reportage über die geteilte Stadt, die besonders das von der Mauer eingekesselte West-Berlin in den Fokus nahm. Mit geschickten Strategien vermittelt der Autor in O Verde Violentou O Muro (1984) seinen Leserinnen und Lesern die Besonderheiten des Lebens in der Stadt, die für Deutsche und Brasilianer heute gleichermaßen wertvolle und singuläre Erinnerungen sind, um das Berlinklima zur Zeit des Kalten Krieges zu erfassen. Auszüge dieser Dokumentation liegen vor in dem Bändchen Oh ja-ja-ja (1983), übersetzt von Henry Thorau. Besonders seine aufgewühlten Stimmungen aus den Romanen Zéro (1974) und Não Verás País Nenhum (1981) und deren Machart standen Pate, das politische und geistige Klima Berlins zu dokumentieren.
In seinen Dokumentarfilm Eu não sei viver sem palavras (2025) zeigt André Brandão ein persönliches, sensibles Biopic über Ignácio de Loyola Brandão. Es nimmt diesen facettenreichen Schriftsteller und sein Wirken in den Fokus und regte ihn sogar zur Mitwirkung im Film an. Der Film definiert zudem ein sehr besonderes Vater-Sohn Verhältnis. Gleichzeitig zeigt er, wie sehr Loyola gesellschaftliche Entwicklungen in seinem Schreiben und Wirken seismographisch erahnt und vorweggenommen hat.
Ute Hermanns (Berlin) wird in das Leben und Werk von Ignácio de Loyola Brandão einführen und den Regisseur André Brandão (São Paulo) vorstellen, der seinen Film im anschließenden Gespräch kommentiert.
Eu não sei viver sem palavras (André Brandão, Brasilien 2025, 81 min., Portugiesisch mit englischen Untertiteln)
Zu dieser Veranstaltung wird eine kleine Vitrinenausstellung Werke des Autors, Übersetzungen, Fotos und Briefe aus der Sammlung des Ibero-Amerikanischen Instituts im Lesesaal des IAI zeigen.
Veranstaltungsort
Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin
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