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Die chilenische Lyrikerin Rosabetty Muñoz zu Gast im IAI

Rosabetty Muñoz – eine der herausragenden poetischen Stimmen Chiles – liest am 2. Februar 2026 im Ibero-Amerikanischen Institut (IAI), Stiftung Preußischer Kulturbesitz aus ihrem Werk. Im Zentrum der Lesung und eines Gesprächs mit Claudia Hammerschmidt (Friedrich-Schiller-Universität Jena) steht die Verwurzelung ihrer Literatur im Süden Chiles und speziell mit der Insel Chiloé.

, Pressemitteilung

Rosabetty Muñoz, 1960 in Ancud geboren und auf Chiloé aufgewachsen, definiert ihr literarisches Schaffen als tief verankert auf dieser auch mythisch umrankten Insel im Süden Chiles. Sie arbeitet dort als Dichterin, aber auch als Lehrerin an mehreren Schulen. In ihrer Lesung im IAI wird die Dichterin die Besonderheiten - und die aus ihrer Sicht wachsende Notwendigkeit - einer im Süden Chiles und speziell in Chiloé angesiedelten Literatur hervorheben. 

Ihr Hören auf die vielen lokalen Stimmen und Traditionen und ihre poetische Verarbeitung versteht Rosabetty Muñoz als eine dem neoliberalem Extraktivismus und der Auslöschung verwurzelter Lebensweisen entgegensetzte Literatur. So bezieht sich Técnicas para cegar a los peces (2019) poetisch verdichtet auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Folgen kapitalistischer Wirtschaftslogiken auf der Insel. Auch ihr Gedichtband Ligia (2019), der sich auf intensive Weise dem Thema Exil widmet, unterstreicht wie eng ihr Werk mit Chiloé verwoben ist.  Die kürzlich anlässlich des Premio Iberoamericano de Poesía Pablo Neruda veröffentlichte Anthologie Tiempo de Guarda (2025) unterstreicht, welche Widerstandskraft und auch heilende Wirkung Rosabetty Muñoz dem Wort beimisst.

Für ihr umfangreiches literarisches Schaffen wurde Rosabetty Muñoz vielfach ausgezeichnet, mit dem Premio Pablo Neruda 2000 für ihr Gesamtwerk, mit der Nominierung für den Premio Nacional de Literatura im Jahr 2020 sowie mit dem Premio Iberoamericano de Poesía Pablo Neruda 2024. Ihr Werk umfasst u.a. Canto de una oveja del rebaño (1981), En lugar de morir (1985), Hijos (1991), Baile de señoritas (1994), La santa. Historia de su elevación (1998), Sombras en El Rosselot (2002), Ratada (2005), En nombre de ninguna ( 2005), Ligia (2019), Técnicas para cegar a los peces ( 2019), Santo Oficio (2020), Ejercicios para vivir el confinamiento (2020) oder La voz de la casa ( 2021).

Um Anmeldung wird gebeten

Montag, 02.02.2026, 18:00-19:30 Uhr
Escritura situada. Escritura amarrada a su puerto
Lesung / Gespräch mit Rosabetty Muñoz

Ibero-Amerikanisches Institut ׀ Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Potsdamer Str. 3, 10785 Berlin, Simón-Bolívar-Saal.

Sprache: Spanisch. 
Eintritt: frei

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena (externer Link, öffnet neues Fenster) und dem Lateinamerikanischen Literaturfestival Barrio (Bairro) Berlin (externer Link, öffnet neues Fenster) statt.

Programm

Schwarz-Weiß-Aufnahme von Rosabetty Munoz hinter einer Fensterscheibe
© Marianne Fuentealba

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Kontakt

Julia Borchert