Am Dienstag, 29. Mai 2026, zeigt das Ibero-Amerikanische Institut (IAI), Stiftung Preußischer Kulturbesitz den Film Antuca der peruanischen Regisseurin María Barea, die sich im Anschluss mit Gudula Meinzolt (Autentika Films Berlin) zu den Wechselwirkungen ihres Films mit der Bewegung von Hausarbeiterinnen in Peru, zu feministischen Perspektiven im Kino und zu den Herausforderungen heutiger Filmschaffender im Andenraum austauscht.
Antuca (Peru, 1993) entstand in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation IPROFOTH (Instituto de Promoción y Formación de Trabajadoras del Hogar) mit dem Anliegen, indigenen Hausarbeiterinnen eine Stimme zu geben. Antuca erzählt von einer jungen Frau, die als Jugendliche gezwungen worden war, als Hausangestellte nach Lima zu gehen, und nach langer Zeit in ihre Heimatregion Cajamarca zurückkehrt. Ihre auch mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe verbundene Reise lässt sichtbar werden, wie weit sie sich von ihrer Familie und Gemeinschaft entfernt, aber dennoch zu einer eigenen Identität gefunden hat. Der auch auf ethnographischen Arbeiten beruhende Film gibt Einblicke in die prekäre Situation von Hausarbeiterinnen sowie ihr Engagement für Anerkennung und fairere Arbeitsverhältnisse.
María Barea wurde 1943 in Chancay, Peru geboren und hat als Schauspielerin, Regisseurin und Filmproduzentin das feministische andine Kino geprägt. Mit Micha Torres und anderen Kolleginnen gründete sie 1989 das erste peruanische Frauen-Filmkollektiv Warmi Cine y Video. Die Weltpremiere des von Warmi produzierten Films Antuca fand 1992 in Berlin im Rahmen eines von Gudula Meinzolt initiierten Filmprogramms statt. Eine von Studierenden der Elías Querejeta Zine Eskola 2023-2024 restaurierte Fassung wurde u.a. auf dem Cartagena Film Festival (2025) und dem Mar de Plata International Film Festival (2025) gezeigt.
Eine Veranstaltung des Förderkreises des Ibero-Amerikanischen Instituts e.V.
Um Anmeldung wird gebeten: presse(at)iai.spk-berlin.de
Freitag, 29.05.2026, 18:00-20:30 Uhr
Antuca – Cine feminista andino con María Barea
Ibero-Amerikanisches Institut, Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Potsdamer Str. 3, 10785 Berlin, Simón-Bolívar-Saal.
Antuca (R.: María Barea, Peru 1993, 75 min., Spanisch und Quechua mit englischen Untertiteln)
Anschließend Gespräch (Sprache: Spanisch) mit María Barea (Regisseurin / Produzentin) und Gudula Meinzolt (Produzentin Autentika Films Berlin)
Eintritt: frei.
Eine Veranstaltung des Förderkreises des Ibero-Amerikanischen Instituts e.V.