Der neue Botschafter der Republik Ecuador (externer Link, öffnet neues Fenster), S.E. Vicente Albornoz kam am 28. Januar 2026 mit dem Gesandten León Pablo Avilés und der Kulturbeauftragten Natasha Canelos ins Ibero-Amerikanische Institut (IAI) und wurde empfangen von Barbara Göbel, Direktorin des IAI, dem Bibliotheksdirektor Peter Altekrüger und dem Leiter der Sondersammlungen Gregor Wolff.
Gemeinsam besichtigte man ausgewählte Bestände zu Ecuador aus der Bibliothek und den Sondersammlungen des IAI, darunter bisher unveröffentlichte Fotografien archäologischer Stätten aus dem Nachlass des Archäologen und Sprachwissenschaftlers Max Uhle (1856-1944), der als Begründer der systematischen Archäologie Südamerikas gilt und von dem sich neben zahlreichen Manuskripten mehr als 5.000 historische Fotografien und mehr als 2.000 Negative aus Argentinien, Bolivien, Peru und Ecuador im Bestand des IAI befinden. Großes Interesse fand auch das vielfältige historische Kartenmaterial zu Ecuador aus der Kartensammlung des IAI, darunter großformatige Atlanten, sowie Originalausgaben zur Geologie und Geographie Ecuadors des zwischen 1870 bis 1891 als Staatsgeologe in Ecuador tätigen Theodor Wolf.
Eine besondere Entdeckung machte Botschafter Vicente Albornoz in der Zeitschriftensammlung des IAI: In einer Ausgabe der Revista de la Sociedad Figaro von 1896 hatte sein Großvater Miguel Angel Albornoz einen lyrischen Text veröffentlicht.
Im anschließenden Austausch wurde u.a. die Notwendigkeit einer weiteren Stärkung der wissenschaftlichen Vernetzung zwischen Deutschland und Ecuador hervorgehoben. So ist derzeit ein deutsch-ecuadorianisches Wissenschaftler*innen-Netzwerk im Aufbau.