Ibero-Amerikanisches Institut
Preussischer Kulturbesitz


3 Giebel




Einblicke in unsere Arbeit

Auf dieser Seite bieten wir Ihnen einen aktuellen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des Ibero-Amerikanischen Institutes (IAI). In diesem Quartal stellen wir vor:

Forschung & Publikationen

Die Vortragsreihe “Wissensproduktion und Kulturtransfer im transregionalen Kontext”

Begleitend zur Forschungslinie des Ibero-Amerikanischen Instituts „Wissensproduktion und Kulturtransfer: Lateinamerika im transregionalen Kontext“ findet im monatlichen Rhythmus eine interdisziplinäre Vortragsreihe statt. Die Vorträge im Rahmen der Reihe sind bewusst nicht auf Lateinamerika beschränkt, da es auch darum geht, mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch zu kommen, die sich außerhalb der Lateinamerikaforschung mit den Themen Wissensproduktion und Kulturtransfer beschäftigen.

Kommende Termine finden Sie auf:
www.iai.spk-berlin.de/forschung/vortragsreihe2020 

Angesichts der COVID-19-Pandemie finden die Vorträge gegenwärtig in virtueller Form statt.
Anmeldung: eventsonline@iai.spk-berlin.de

Bibliothek & Sondersammlungen

Eine neue digitale Sammlung: Portugiesischsprachige Theater- und Romanzeitschriften

Die Sammlung enthält brasilianische und portugiesische Zeitschriften und Serien aus dem Zeitraum zwischen 1863 und 1940, die in ihren Heften ganze Romane, Romankapitel, Theaterstücke oder Erzählungen abdruckten, seien es Originalwerke oder Übersetzungen. Ihre Erscheinungsfrequenz lag zwischen wöchentlich und monatlich. Der oft günstige Preis ermöglichte auch Käufer:innen aus weniger wohlhabenden Schichten eine regelmäßige Lektüre. Ein Teil der Zeitschriften erschien als literarisches Supplement zu thematisch breiter aufgestellten Magazinen. Ein Beispiel hierfür ist "O Romance de Fon-Fon", in der in den 1920er Jahren Werke des französischen Autors Michel Zevaco abgedruckt wurden. Seine Romane erinnern an die Geschichten von Alexandre Dumas und Paul Féval und handeln  von Intrigen, Kämpfen, Verschwörungen,  Verrat  und  Rache. Sie erschienen erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts in französischen Illustrierten und waren sehr beliebt.

Die wachsende Fangemeinde der Kriminalliteratur fand in den 1930er Jahren jeden Monat neuen spannenden Lesestoff in der Zeitschrift "Detective" – einem Supplement der "Revista das Emoções" – in der erstmalig zahlreiche zeitgenössische Autor:innen aus den USA und Großbritannien auf Portugiesisch veröffentlicht wurden. Um die schriftstellerischen Fähigkeiten ihrer Leserschaft herauszufordern, lockte die Zeitschrift mit Schreibwettbewerben um die beste Detektivgeschichte. Diese Veröffentlichungen geben einen Einblick in den Lesegeschmack und in populäre Literaturformate ihrer Entstehungszeit.

Heute sind sie nur noch in sehr wenigen Bibliotheken zu finden. Ihre Digitalisierung bietet nun die Möglichkeit, weltweit auf sie zuzugreifen und sie als Quellen fürliteratur-, kultur- und sprachwissenschaftliche Fragestellungen zu nutzen. Die Sammlung wird regelmäßig ergänzt und erweitert.

Portugiesischsprachige Theater- und Romanzeitschriftenin den Digitalen Sammlungen:
https://digital.iai.spk-berlin.de/

 



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