Monroe-Doktrin, US-amerikanischer Interventionismus und lateinamerikanische Reaktionen
Vortrag in der Vortragsreihe “250 Jahre Unabhängigkeit der USA: Hemisphärische Perspektiven” des Ibero-Amerikanischen Instituts im Rahmen von “We the People – Programminitiative der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum 250. Unabhängigkeitstag der USA”
Pontos principais
Data / Duração: Quinta-feira, 16.07.2026
- Hora
- 18:00 - 20:00
- Idioma
- Alemão
- Realização
- Em presença
- Entrada
- Eintritt frei
- Local do evento
- Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin
Die Monroe-Doktrin geht auf die jährliche Ansprache James Monroes vor dem Kongress im Jahr 1823 zurück. In seiner Rede machte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika deutlich, dass seine Regierung jedem europäischen Kolonisierungsversuch entschieden entgegentreten und generell solche und andere Einmischungen als Sicherheits- und Friedensgefährdung betrachten würde. Monroes Rede hatte einen defensiven Zweck, aber ihr Verfasser bezog seine Aussagen auf den ganzen amerikanischen Kontinent. Im Laufe der Zeit mussten die übrigen Staaten der westlichen Hemisphäre erfahren, dass Monroe zwar von „our southern brethren“ gesprochen hatte, aber eine Souveränität für die südlichen Republiken konnte davon keinesfalls abgeleitet werden. Sie erlebten vielmehr die (mehr oder weniger gewaltsame) Angliederung größerer Territorien an die expandierenden USA und – ab den 1890er Jahren – ständigen Interventionismus.
Der Vortrag von Thomas Fischer (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) legt den Fokus auf die Dekaden ab den 1890er Jahren, wobei die lateinamerikanischen Reaktionen im Vordergrund stehen. Erst in den 1930er Jahren gelang es den lateinamerikanischen Staaten, den US-Interventionismus in einer Reihe von Verträgen zurückzubinden. Dabei wurde auch ein wichtiger Beitrag zur Modifikation des Völkerrechts geleistet. Nachdem sich die USA bereits während des Kalten Krieges in verdeckter Form immer wieder Völkerrechtsverletzungen geleistet hatten, ist der Interventionismus im letzten Jahrzehnt wieder eine offene Praxis geworden
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Simón-Bolívar-Saal,
Ibero-Amerikanisches Institut,
Potsdamer Straße 37,
10785 Berlin
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