Ibero-Amerikanisches Institut
Preussischer Kulturbesitz


Treppe




Stipendien

Das Bild zeigt eine Detailaufnahme: Neben einem aufgeschlagenen Buch ist die Hand des Lesers mit einem Kugelschreiber zu sehen.

Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) vergibt pro Jahr 10-12 Stipendien für ein- bis zweimonatige Forschungsaufenthalte in Berlin. Die Stipendien sollen Wissenschaftler_innen dabei unterstützen, innovative Projekte zu realisieren, die mit der Forschungslinie des IAI in Beziehung stehen, mit den Wissenschaftler_innen des IAI und anderen Gastwissenschaftler_innen in einen interdisziplinären Dialog zu treten und die reichhaltigen Bestände der Bibliothek und der Sondersammlungen des IAI für ihre Forschungsarbeiten zu nutzen. Der Auswahlprozess findet einmal jährlich statt und basiert auf einer thematischen Ausschreibung durch das Ibero-Amerikanische Institut.

Thema der Ausschreibung für 2018

Für 2018 akzeptieren wir nur Anträge, die sich mit der Thematik unserer Forschungslinie "Wissensproduktion und Kulturtransfer: Lateinamerika im transregionalen Kontext" beschäftigen. Bevorzugt werden Anträge, die sich mit theoretischen, methodischen und konzeptionellen Aspekten der Thematik auseinandersetzen:

Mit welchen theoretischen / methodischen Konzepten können Prozesse der Wissensproduktion und des Kulturtransfers angemessen analysiert werden?

Welche analytischen Dimensionen sollten dabei beachtet werden?

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass nicht nur rein theoretisch ausgerichtete Forschungsarbeiten gefördert werden. Uns interessiert vielmehr, mit welchem theoretisch/methodisch/konzeptionellen "Handwerkszeug" konkrete archäologische, ethnologische, geschichtswissenschaftliche, literatur- und kulturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche etc. Fragestellungen angemessen bearbeitet werden können.

Sie können sich also für ein Stipendium bewerben, wenn Sie zu einem Thema im Bereich "Wissensproduktion und Kulturtransfer: Lateinamerika im transregionalen Kontext" forschen. Bei der Ausarbeitung des Antrages sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Präsentation Ihrer theoretisch/methodisch/konzeptionellen Vorgehensweise legen und auf die oben genannten Fragen ausdrücklich eingehen.

Voraussetzungen für eine Bewerbung und Bewerbungsunterlagen

Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung ist ein erster Hochschulabschluss zum Zeitpunkt der Antragstellung. Die Höhe der monatlichen Stipendien beträgt 1.000,- € für Personen mit Hochschulabschluss, 1.300,- € für Personen mit Promotion oder vergleichbarer Qualifikation und 600,- € für ein Teilstipendium für Personen, die aufgrund anderer Einkünfte kein Vollstipendium benötigen. Zusätzlich wird ein Reisekostenzuschuss bis maximal 800,- € gewährt.

Folgende Bewerbungsunterlagen sind per E-mail-attachment an die Adresse becas@iai.spk-berlin.de einzureichen:

  • ein Lebenslauf;
  • eine Veröffentlichungsliste (falls Publikationen vorhanden sind);
  • Kopien von Hochschulzeugnissen und von Urkunden über die Verleihung akademischer Grade;
  • eine ausführliche Beschreibung des Projektes entsprechend der folgenden Struktur: 1) Definition des Themas und der Leitfragen der Untersuchung; 2) Forschungsstand; 3) theoretische, methodische und konzeptionelle Vorgehensweise; 4) gegenwärtiger Bearbeitungsstand des Projektes; 5) Begründung für die Notwendigkeit eines Forschungsaufenthaltes im IAI; 6) Bibliographie. Die Beschreibung darf insgesamt einen Umfang von 12 Seiten (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5 Zeilenabstand) nicht überschreiten.
  • zwei Empfehlungsschreiben akademischer Lehrer, nach Möglichkeit unter Bezugnahme auf das eingereichte Projekt (gilt nur für Graduierte und Doktoranden; promovierte WissenschaftlerInnen müssen keine Gutachten einreichen); die Gutachten können mit den übrigen Unterlagen eingereicht werden, es ist aber auch möglich, dass sie von den GutachterInnen direkt an das IAI geschickt werden.

Anträge, die sich nicht an diesen Vorgaben orientieren, können nicht berücksichtigt werden.

Anträge und Unterlagen können in deutscher, englischer, portugiesischer und spanischer Sprache eingereicht werden.

Bewerbungsschluss für 2018 ist der 30. September 2017.

Die Benachrichtigung der Antragsteller_innen erfolgt per E-Mail bis Mitte Dezember.

Kontakt

Leiter der Forschungsabteilung
Dr. Peter Birle

Stipendiat_innen 2017

Für das Jahr 2017 konnten Anträge eingereicht werden, die sich mit Fragestellungen im Rahmen des Themas "Migration, Mobilität und Wissenstransfer in Lateinamerika und der Karibik" beschäftigen. 124 Anträge aus 21 Ländern und zahlreichen Disziplinen wurden eingereicht. Folgende Wissenschaftler_innen haben ein Stipendium für 2017 erhalten (Informationen zu den Aufenthaltszeiten der Stipendiat_innen in Berlin finden Sie in der Übersicht der Gastwissenschaftler_innen 2017):

Aranha, Patricia (Universidade Federal do Rio de Janeiro, Brasil): Natureza, expedições e imaginação geográfica na formação do campo da geografia no Brasil

Barja Cuyutupa, Ethel (Brown University, Providence, USA): Nexos culturales: figuraciones de la memoria, exilio y escritura latinoamericana en Alemania (1980-1990)

Cucchi, Laura (Universidad de Buenos Aires, Conicet, Argentina): La doctrina constitucional norteamericana en la organización de las repúblicas sudamericanas. Circulación de hombres, libros e ideas en Estados Unidos y América del Sur, 1860-1880

Gomide, Bruno Barretto (Universidade de São Paulo, Brasil): A emigração e a circulação da literatura russa na América Latina: uma comparação dos casos do Brasil e da Argentina (anos 1920 a 1960)

Hilb, Claudia (Universidad de Buenos Aires, Conicet, Argentina): El impacto de la experiencia del exilio sobre la renovación del pensamiento político en la Argentina pos-dictatorial: el descubrimiento del pensamiento anti-totalitario de Hannah Arendt y Claude Lefort

Křížová, Markéta (Univerzita Carlova, Praha, Tschechien): Proto-americanista entre el Viejo y el Nuevo Mundo: estudio de caso de Julius Nestler, arqueólogo alemán-bohemio en Bolivia

Lidola, Maria (FU Berlin): Wissenstransfer und Moralökonomien in medizinischen Süd-Süd-Kooperationen: Die kubanisch-brasilianische Kooperation im Mais Médicos para o Brasil-Programm

Pare, Gwendolene (Birkbeck College, University of London, GB): Neo-baroque transfer of “knowledges” on AIDS in Latin American literature: Sarduy, Perlongher and Lemebel in transregional, transhistorical and transhumant conversation

Peiró Vitoria, Andrea (Universidad Politécnica de Valencia, España): La transmisión del conocimiento constructivo en el área maya. Estudio comparativo entre los sistemas constructivos y las tipologías arquitectónicas de diferentes zonas estilísticas a lo largo del tiempo

Perrone, Nicolás Hernán (Universidad de Buenos Aires, Argentina): Cultura y redes politicas jesuitas en el Rio de la Plata despues de la Expulsión (1767-1836)

Serulnikov, Sergio Esteban (Universidad de San Andrés, Conicet, Buenos Aires, Argentina): La ilustración desde una perspectiva transnacional. La trayectoria y los libros de un alto magistrado colonial de finales del siglo XVIII

Silva Ibargüen, Gabriela (El Colegio de San Luis, San Lusi Potosí, México): Adaptación, transformación y representación de la Revolución Cubana en el campo cultu-ral de América Latina y Estados Unidos: El caso de la revista literaria interamericana El Corno Emplumado / The Plumed Horn (1962-1969)



2017 || Ibero-Amerikanisches Institut Preussischer Kulturbesitz
http://www.iai.spk-berlin.de/