Ibero-Amerikanisches Institut
Preussischer Kulturbesitz


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Stipendien

Das Bild zeigt eine Detailaufnahme: Neben einem aufgeschlagenen Buch ist die Hand des Lesers mit einem Kugelschreiber zu sehen.

Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) vergibt pro Jahr 10-12 Stipendien für ein- bis dreimonatige Forschungsaufenthalte in Berlin. Die Stipendien sollen Wissenschaftler_innen dabei unterstützen, innovative Projekte zu realisieren, die mit der Forschungslinie des IAI in Beziehung stehen, mit den Wissenschaftler_innen des IAI und anderen Gastwissenschaftler_innen in einen interdisziplinären Dialog zu treten und die reichhaltigen Bestände der Bibliothek und der Sondersammlungen des IAI für ihre Forschungsarbeiten zu nutzen. Der Auswahlprozess findet einmal jährlich statt und basiert auf einer thematischen Ausschreibung durch das Ibero-Amerikanische Institut.

Thema der Ausschreibung für 2017

Für 2017 werden ausschließlich Anträge berücksichtigt, die sich mit dem Themenfeld "Migration, Mobilität und Wissenstransfer in Lateinamerika und der Karibik" beschäftigen.

Die Prozesse der Herausbildung und Neukonfiguration von Wissen, Wissensfeldern und Handlung verknüpfen sowohl lokale und / oder nationale Faktoren als auch transregionale und transnacionale Verbindungen und Bewegungen. Die Mobilität von Personen, sei es in individueller Form oder in kleineren und größeren Gruppen, führt im Allgemeinen zur Übertragung von Objekten und zu Veränderungen der Form und Praktiken der Produktion von (wissenschaftlichem, technischem, kulturellen, etc.) Wissen, und zwar sowohl im Hinblick auf die an den Prozessen beteiligten Personen als auch für die Gesellschaften, in die diese migrieren. Ziel der Ausschreibung für 2017 ist es, einen Beitrag zu den Untersuchungen über wechselseitige Beziehungen zwischen Migration und Mobilität einerseits und Wissenstransfers andererseits zu leisten. Zu diesem Zweck werden Projekte gefördert, die sich den genannten Wechselbeziehungen auf theoretische und / oder empirische Art und Weise annähern.

Wir erwarten von den eingereichten Projektvorschlägen explizite Bezüge zu einem oder mehreren der im Folgenden genannten Aspekte:

  • Theoretische Konzepte für die Analyse der Beziehungen zwischen Mobilität/Migration einerseits und transregionalen Prozessen des Wissenstransfers in Lateinamerika und der Karibik andererseits;
  • Fallstudien (Situationen, Personen, Länder) zu den Wechselwirkungen zwischen der Bewegung von Personen und dem Transfer von Wissen;
  • Die Partizipation von ausländischen Intellektuellen, Künstlern, Wissenschaftlern, Technikern und politischen Aktivisten an transnationalen und transregionalen Wissenstransfers;
  • Politische Rahmenbedingungen von Transferprozessen durch die Bewegung von Personen;
  • Politische Strategien im Hinblick auf die Beziehung zwischen der Mobilität von Personen und Wissenstransfers;
  • Die Rolle der interamerikanischen Migranten für Prozesse des Wissenstransfers in den Amerikas;
  • Wechselwirkungen zwischen Exil und Prozessen des Wissenstransfers;
  • Wechselwirkungen zwischen der Bewegung von Personen und der Übertragung von Wissensobjekten.

Voraussetzungen für eine Bewerbung und Bewerbungsunterlagen

Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung ist ein erster Hochschulabschluss zum Zeitpunkt der Antragstellung. Die Höhe der monatlichen Stipendien beträgt 900,- € für Personen mit Hochschulabschluss, 1.200,- € für Personen mit Promotion oder vergleichbarer Qualifikation und 500,- € für Personen, deren Bezüge während des Studienaufenthaltes weiter gezahlt werden. Zusätzlich wird ein Reisekostenzuschuss bis maximal 500,- € gewährt.

Folgende Bewerbungsunterlagen sind per E-mail-attachment an die Adresse becas@iai.spk-berlin.de einzureichen:

  • ein ausgefülltes Antragsformular;
  • ein Lebenslauf;
  • eine Veröffentlichungsliste (falls Publikationen vorhanden sind);
  • Kopien von Hochschulzeugnissen und von Urkunden über die Verleihung akademischer Grade;
  • eine ausführliche Beschreibung des Projektes entsprechend der folgenden Struktur: 1) Definition des Themas und der Leitfragen der Untersuchung; 2) Bezug des Projektes zum Thema "Migration, Mobilität und Wissenstransfer in Lateinamerika und der Karibik"; 3) Forschungsstand und methodische Vorgehensweise; 4) gegenwärtiger Bearbeitungsstand des Projektes; 5) Begründung für die Notwendigkeit eines Forschungsaufenthaltes im IAI; 6) Bibliographie. Die Beschreibung darf insgesamt einen Umfang von 12 Seiten (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5 Zeilenabstand) nicht überschreiten.
  • zwei Empfehlungsschreiben akademischer Lehrer, nach Möglichkeit unter Bezugnahme auf das eingereichte Projekt (gilt nur für Graduierte und Doktoranden; promovierte WissenschaftlerInnen müssen keine Gutachten einreichen); die Gutachten können mit den übrigen Unterlagen eingereicht werden, es ist aber auch möglich, dass sie von den GutachterInnen direkt an das IAI geschickt werden.
  • Anträge, die sich nicht an diesen Vorgaben orientieren, können nicht berücksichtigt werden.

Anträge und Unterlagen können in deutscher, englischer, portugiesischer und spanischer Sprache eingereicht werden.

Bewerbungsschluss für 2017 ist der 30. September 2016.
Die Benachrichtigung der Antragsteller_innen erfolgt per E-Mail bis Mitte Dezember.

Kontakt

Leiter der Forschungsabteilung
Dr. Peter Birle

Stipendiat_innen 2016

Für das Jahr 2016 konnten Anträge eingereicht werden, die sich mit Fragestellungen im Rahmen des Themas "Transregionale Wissensproduktion und Kulturtransfer in den Amerikas" beschäftigen. 99 Anträge aus 18 Ländern und zahlreichen Disziplinen wurden eingereicht. Folgende Wissenschaftler_innen haben ein Stipendium für 2016 erhalten (Informationen zu den Aufenthaltszeiten der Stipendiat_innen in Berlin finden Sie in der Übersicht der Gastwissenschaftler_innen 2016):

Ayala Reyes, Susana (Departamento de Investigaciones Educativas, Instituto Politécnico Nacional, México, D.F.): Los títeres como ámbito de construcción, socialización y transmisión de conocimientos socioculturales y lingüísticos: El caso del Teatro Petul en los Altos de Chiapas y sus secuelas

Bruno, Paula Graciela (Universidad de Buenos Aires, Conicet): Articuladores culturales, saberes y prácticas en las relaciones entre Argentina, América Latina y Estados Unidos, 1889-1910

Cáceres, Silvia (Universidade Federal do Rio de Janeiro): Pensar a pós-ditadura: redes intelectuais e pensamento crítico no Cone Sul através das trajetórias e interconexões entre Revista de Crítica Cultural e Punto de Vista (1990 – 1999)

Cano, Daniel (Georgetown University, Washington): Transforming Schools for Progress. Mapuche and Guarani Mission-Schools in Chile and Bolivia, 1900-1950

Carrillo Espinosa, María (El Colegio de San Luis, San Luis Potosí, México): Exilio y transferencias culturales en la literatura latinoamericana del siglo XX

Chávez Díaz, Liliana (University of Cambridge): Based on True Stories: Representing the Self and the Other in Contemporary Latin American Documentary Narratives

Garay Albújar, Andrés (Universidad de Piura, Perú): Origen y transferencia de saberes entre el mundo andino y la investigación europea: la fotografía de Max T. Vargas como fuente de la complejidad geográfica y socio cultural del sur peruano y altiplano boliviano

Hernández Vidal, Nathalia (Loyola University of Chicago): Seeds, Indigenous Knowledge and (De) Colonization in Colombia

Lagos Rojas, Felipe Alejandro (Goldsmiths College, University of London): ”Marxismo Latinoamericano”: producción transcultural de una perspectiva crítica regional

Lanza, Pablo Hernán (Universidad de Buenos Aires): La construcción transnacional del cine argentino y mexicano. Intercambios culturales y relaciones identitarias en el período clásico-industrial

Pedruzzi, Tiago (Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul, Porto Alegre): Martín Fierro cruza a fronteira: estudo das traduções e adaptações ao português do poema nacional argentino

Vallejo, Mauro (Universidad de Buenos Aires, Conicet): Hipnotizadores trashumantes y la circulación regional de saberes y experiencias en América Latina (1890-1917)



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