Ibero-Amerikanisches Institut
Preussischer Kulturbesitz


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Stipendien

Das Bild zeigt eine Detailaufnahme: Neben einem aufgeschlagenen Buch ist die Hand des Lesers mit einem Kugelschreiber zu sehen.

Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) vergibt pro Jahr 10-12 Stipendien für ein- bis zweimonatige Forschungsaufenthalte in Berlin. Die Stipendien sollen Wissenschaftler:innen dabei unterstützen, innovative Projekte zu realisieren, die mit der Forschungslinie des IAI in Beziehung stehen, mit den Wissenschaftler:innen des IAI und anderen Gastwissenschaftler:innen in einen interdisziplinären Dialog zu treten, die reichhaltigen Bestände der Bibliothek und der Sondersammlungen des IAI für ihre Forschungsarbeiten zu nutzen, die Ergebnisse ihrer Arbeit in unserem Forschungskolloquium vorzustellen und zu diskutieren und Kontakte zu Kolleg:innen in Deutschland zu knüpfen. Der Auswahlprozess findet einmal jährlich statt und basiert auf einer thematischen Ausschreibung durch das Ibero-Amerikanische Institut.

Hinweise zum Stipendienprogramm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie zu den zusätzlichen Plätzen für geflüchtete ukrainische und verfolgte russische/belarussische Wissenschaftler:innen und Bibliothekar:innen finden sie hier.

Ausschreibung für das Jahr 2023

Bewerbungsschluss für 2023 war Donnerstag, der 18. August 2022.

Für 2023 werden ausschließlich Projekte berücksichtigt, die sich der Analyse von grenzüberschreitenden Kooperations- und Integrationsprozessen in Lateinamerika und der Karibik widmen. Dazu gehört beispielsweise:

Die bi- und multilaterale politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Staaten und Regierungen der Region.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Städten, Regionen und Gemeinden.

Die Zusammenarbeit zwischen nichtstaatlichen Akteuren, beispielsweise politische und soziale Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen und Verbände.

Die grenzüberschreitende wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zwischen Verlagen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Museen und ähnlichen Institutionen.

Historische oder prähistorische Netzwerke und Systeme strategischer Kooperation zwischen politischen oder ethnischen Einheiten.

Literarische und philosophische Auseinandersetzungen mit Lateinamerika und der Karibik als "vorgestellter Gemeinschaft".

Keine Berücksichtigung finden Projekte, die sich mit innerstaatlichen Kooperationsprozessen beschäftigen. Auch die Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb Lateinamerikas und der Karibik ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung.

Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung ist ein erster Hochschulabschluss sowie der Beginn einer Promotion zum Zeitpunkt der Antragstellung. Die Höhe der monatlichen Stipendien beträgt 1.000,- € für Doktorand:innen, 1.300,- € für Personen mit Promotion oder vergleichbarer Qualifikation und 600,- € für ein Teilstipendium für Personen, die aufgrund anderer Einkünfte kein Vollstipendium benötigen. Zusätzlich wird ein Reisekostenzuschuss bis maximal 800,- € gewährt.

Folgende Bewerbungsunterlagen sind per E-mail-attachment an die Adresse <becas@iai.spk-berlin.de> einzureichen:
-    ein ausgefülltes Antragsformular;
-    ein Lebenslauf;
-    eine Veröffentlichungsliste (falls Publikationen vorhanden sind);
-    Kopien von Hochschulzeugnissen und von Urkunden über die Verleihung akademischer Grade;
-    zwei Empfehlungsschreiben akademischer Lehrer:innen, nach Möglichkeit unter Bezugnahme auf das eingereichte Projekt (gilt nur für Doktorand:innen; promovierte Wissenschaftler:innen müssen keine Gutachten einreichen); die Gutachten können mit den übrigen Unterlagen eingereicht werden, es ist aber auch möglich, dass sie von den Gutachter:innen direkt an das IAI geschickt werden.
-    eine ausführliche Beschreibung des Projektes entsprechend der folgenden Struktur:
1) Zusammenfassung (max. 2.000 Zeichen);
2) Definition des Themas und der Leitfragen der Untersuchung;
3) Erläuterung des Bezugs des Projektes zum Thema der Ausschreibung;
4) Forschungsstand und methodische Vorgehensweise;
5) gegenwärtiger Bearbeitungsstand des Projektes;
6) Begründung für die Notwendigkeit eines Forschungsaufenthaltes im IAI;
7) Bibliographie.

Die Beschreibung darf insgesamt einen Umfang von 12 Seiten (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5 Zeilenabstand) nicht überschreiten. Die Größe einer E-mail darf 5 MB nicht überschreiten. Anträge und Unterlagen können in deutscher, englischer, portugiesischer und spanischer Sprache eingereicht werden. Anträge, die sich nicht an diesen Vorgaben orientieren, können nicht berücksichtigt werden.

Die Entscheidung über die Vergabe von Stipendien für das Jahr 2023 wird voraussichtlich bis Ende Oktober getroffen. Die Antragsteller:innen werden danach so rasch wie möglich per E-Mail über das Ergebnis des Auswahlprozesses informiert.

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Kontakt

Leiter der Forschungsabteilung
Dr. Peter Birle
becas@iai.spk-berlin.de

Stipendiat:innen 2022

Cardona, Elena (University of California, Riverside, USA): Rendir(se) al olvido. Intersecciones entre fotografía y poesía en la diáspora venezolana

Chmiel, Fira (Universidad de Buenos Aires, Argentina): Espigar los olvidos como un acto de memoria: avances para comprender la dimensión del olvido en las narrativas de infancia de quienes experimentaron el exilio político

Davalos Vazquez, Nahima Quetzali (Universidad Autónoma Metropolitana, Ciudad de México, México): Olvido y cambio social: experiencias de apropiación tecno-digitales de mujeres jovenes indigenas al sur de Mexico

González Roux, Maya (Universidad Nacional de La Plata, Conicet, Argentina): Memorias defectuosas, pérdidas y fisuras fecundas. El olvido como posibilidad de escritura en la literatura latinoamericana (1980-2020)

Hechler, Ryan Scott (Tulane University, New Orleans, USA): On the Precipice of Oblivion: Contextualizing the Research of Max Uhle in Ecuador (1919-1933)

Hoeveler, Rejane (Universidade Federal do Rio de Janeiro, Brasil): A política do esquecimento na política externa bolsonarista: o caso do negacionista do Holocausto Ernesto Araújo

Iamamoto, Sue (Universidade Federal de Bahia, Brasil): O esquecimento das violações de direitos humanos na representação contemporânea da ditadura militar brasileira

Kahan, Emmanuel Nicolás (Universidad Nacional de La Plata, Argentina): ¿Acaso vale la pena contarlo? Olvido, silencio y liminalidad: los procesos de arribo e integración al país de acogida en los testimonios de sobrevivientes del Holocausto en Argentina

Lopera-Arbeláez, Isabel Colombia (Universidad de Salamanca, España): Reincorporación comunitaria, entre el olvido, la reconciliación y el desarrollo territorial

Margarucci, Ivanna (CeDInci, Buenos Aires, Argentina / Universidad Nacional Autónoma de México, Ciudad de México, México): Entre el silencio y el olvido. Anarquismo, memorias en disputa y narrativas historiográficas en América Latina, siglos XX-XXI

MARQUES, Mirian dos Santos (Universidade do Estado da Bahia, Brasil): Best-Sellers esquecidos: revistas de emoção no espaço Ibero-Atlântico

Risco Neira, Ana María (Universidad Alberto Hurtado, Santiago, Chile): El olvido de la estampa en la era fotomecánica. Revistas latinoamericanas en los inicios de la prensa de masas (1880-1930)



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