Ibero-Amerikanisches Institut
Preussischer Kulturbesitz


Figuren Don Quijote und Sancho Pansa




Wissenschaft und Politik: Humboldts Wissenstransfer zwischenSpanien und den Vereinigten Staaten
Vortragsreihe "Wissensproduktion und Kulturtransfer im transregionalen Kontext"

Sandra Rebok

Vortrag

Während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten im Frühjahr 1804 gab Alexander von Humboldt Information über das spanische Kolonialreich an die dortige Regierung weiter. Es handelte sich um geographisches sowie statistisches Material, das er den Archiven in Madrid und Mexiko entnommen hatte und an dem die USA großes Interesse hatten. Für diesen von ihm eigenständig praktizierten Wissenstransfer wird Humboldt zum Teil noch heute kritisiert. Von manchen wird er als Agent der USA gesehen, von anderen wiederum als Werkzeug des spanischen Imperiums. Für Dr. Sandra Rebok, Wissenschaftshistorikerin und Expertin des ifa-Forschungsprogramms „Kultur und Außenpolitik“, war Humboldt weder das eine noch das andere. In ihrem Vortrag geht sie unter anderem der Frage nach, aus welchen Gründen er sich dazu berechtigt fühlte, über die Zirkulation dieses Wissens frei zu verfügen und inwieweit sein Vorgehen Auswirkungen auf die beteiligten Nationen hatte.

Jubiläum 250 Jahre Alexander v. Humboldt

Sandra Rebok + Historische Karte (Ausschnitt)
© Jennifer Daigle + IAI

Termin und Ort

Mittwoch, 8.5.2019
18.00 Uhr
Konferenzraum

Sprache

Deutsch

Kooperationspartner

Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)

Weitere Informationen

Vortragsreihe "Wissensproduktion und Kulturtransfer im transregionalen Kontext"



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