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Auf den Spuren geflüchteter Juden und Nazis in Bolivien

Juliana Ströbele-Gregor

Gespräch

Bolivien war lange Zeit ein Zufluchtsland der Deutschen. In den 1930er Jahren fanden verfolgte Juden und Gegner des Nazi-Regimes dort Schutz. Die deutsche Minderheit verhielt sich reserviert ihnen gegenüber, denn viele Mitglieder vertraten eine nationalsozialistische Gesinnung. Nach 1945 kamen auch NS-Anhänger nach Bolivien, um einer Strafverfolgung in Europa zu entgehen. Beispiele sind Klaus Barbie, der "Schlächter von Lyon" und dann CIA-Agent, und Hans Ertl, ehemaliger Kameramann von Leni Riefenstahl, dessen Tochter Monika sich später der Guerrilla-Bewegung anschloss. Die Kultur- und Sozialanthropologin Dr. Juliana Ströbele-Gregor (FU Berlin) hat als Jugendliche in den 1950er Jahren diese merkwürdige sozio-politische Gemengelage erlebt und später erforscht. Im Gespräch mit Peter B. Schumann (Freunde des IAI) erläutert sie Ergebnisse ihrer umfassenden Recherchen.


Quelle: Fritz Kübler: Deutsche in Bolivien, 1936
(Signatur IAI: Bol gn 5 [8]°)

Termin und Ort

Dienstag, 10.7.2018
18.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal

Sprache

Deutsch

Kooperationspartner

Amigos del IAI



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