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Weberbauer, August (1871-1948)

In den Jahren 1901-1904 und erneut von 1908 bis 1948 unternahm August Weberbauer zahlreiche Reisen durch Peru und legte dabei umfangreiche Sammlungen von über 8.000 botanischen Objekten im Auftrag der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, des Field Museum of Natural History Chicago und der Universidad Mayor San Marcos in Lima an. Auf seinen Reisen entdeckte und klassifizierte er zahlreiche neue Pflanzen. Über 250 Pflanzen wurden nach ihm benannt.
Mit einer kurzen Unterbrechung von 1906-1907, als Weberbauer Direktor des Botanischen Gartens in Victoria (Kamerun) war, widmete er sich dem Studium der peruanischen Pflanzenwelt. 1908 wurde er Direktor des Botanischen Gartens und des Zoologischen Gartens in Lima und von 1922 an hatte er einen Lehrstuhl für Botanik und pharmazeutische Chemie an der Universidad Mayor de San Marcos in Lima inne.
August Weberbauer legte die Grundsteine für die systematische Botanik in Peru. Seine Publikation "Die Pflanzenwelt der peruanischen Anden" ("El mundo vegetal de los Andes") zählt noch heute zu den zehn Grundwerken für die Botanik Perus.
Der Teilnachlass besteht aus 7 Tagebüchern, 7 Reiseberichten, 53 Notizbüchern, 13 Manuskripten, 6 Notizen, 1 Wetterbeobachtung, 2 Literaturlisten, 12 Pflanzenkatalogen und weiterem Material, darunter auch Urkunden und Photos.
Diese Dokumente geben nicht nur Aufschluss über Leben und Werk dieses bedeutenden Pioniers der peruanischen Botanik, sondern enthalten auch geologische, klimatologische, geographische und ethnographische Informationen über Peru in den Jahren 1901-1948.
Der Ankauf dieses Teilnachlasses war im Jahr 2000 durch Unterstützung von Seiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) möglich geworden.



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